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SAV Krenbauer | Telefon: 08102-80154-20

VERFAHREN DES PLASMASCHWEISSENS Beim Plasmaschweißen brennt der Plasma-Lichtbogen eben- so wie beim WIG-Schweißen zwischen der Wolframelektrode und dem Werkstück. Während der Lichtbogen beim WIG- Verfahren frei brennt, wird er beim Plasmaschweißen durch eine zusätzliche wassergekühlte Plasmadüse eingeschnürt. Zwischen der Wolframelektrode und der Plasmadüse wird ein Plasmagas – fast immer 100 % Argon – geleitet. VERFAHRENSPRINZIP Beim Plasmaschweißen brennt zwischen der Wolfra- melektrode und der Plasmadüse zusätzlich der Pilotlichtbogen. Die Stromstärke des Pilotlicht- bogens beträgt meist zwischen 3 und 15 A. Der Pilotlichtbogen ionisiert die Lichtbogenstrecke und führt dadurch zu der für das Plasma- schweißen charakteristischen außerordentlich hohen Zündzuverlässigkeit ohne HF. Als Schutzgas kommen reines Ar oder Ar-reiche Gasgemische mit Wasserstoff oder Helium in Frage. Der Plasma-Lichtbogen hat eine gegenüber dem WIG-Lichtbogen abweichende Lichtbogenkenn- linie. Dadurch ist es möglich, bereits bei Stromstärken ab 0,1 A mit einem einfach beherrschbaren stabilen Lichtbogen zu arbeiten. Durch die hohe Leistungsdichte des Plasma-Lichtbogens ist dieser auch bei derart niedrigen Schweißstromstärken praktisch mit erstaunlichen Ergebnissen nutzbar. Der Plasma-Lichtbogen hat im Vergleich zu den anderen konven- tionellen Lichtbogenschweißverfahren eine wesentlich höhere Energiedichte und eine geringere Strahldivergenz. Die „Härte“ des Plasma-Lichtbogens kann durch die Wahl der Plasmadüse und der Plasmagasmenge beeinflusst werden. Ein großer Düsendurchmesser in Verbindung mit niedriger Plasma- gasmenge führt zu einem weichen Plasma-Lichtbogen. Der harte Plasma-Lichtbogen, der zum Schweißen dickerer Bleche mit der „Stichlochtechnik“ verwendet wird, entsteht durch die Wahl einer höheren Plasmagasmenge. Dabei durchdringt der harte Plasma-Lichtbogen das Material – es bildet sich eine Schweißöse und der Plasmastrahl ist auch auf der Unterseite des Bleches sichtbar. Hinter dem Plasmastrahl fließt das Schweißgut wieder zusammen und bildet die Plasma- schweißnaht. 3.12 3 info SONDERSCHWEISSVERFAHREN, MECHANISIERUNG, AUTOMATION Ein hochproduktives, verzugsarmes Schweißverfahren für höchste Qualitätsanforderungen • Nahezu zylindrischer Plasma-Lichtbogen ermöglicht sehr genaue und konzentrierte Wärme- einbringung • Schmales Schmelzbad führt zu geringerem Materialverzug • Hohe Stabilität des Lichtbogens bei Längenänderung oder Kantenversatz • 100% Zündsicherheit durch Pilotlichtbogen • Stichlochschweißen bis 8 mm Materialstärke, einlagig im I-Stoß • Höhere Schweißgeschwindigkeit als beim WIG-Schweißen (bis zum Faktor 1,5 möglich) PLASMASCHWEISSEN document.indd 12 11/15/2012 11:24:37 AM

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