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SAV Krenbauer | Telefon: 08102-80154-20

5.38 ARBEITSSCHUTZ 5 PERSONLICHE SCHUTZ- AUSRUSTUNGBei extremen Witterungsbedingungen, schlechten Sichtverhältnissen oder gefährlichen Einflüssen wie Hitze, Funkenflug und starker Spannung kommt Ihre gewöhnliche Berufsbekleidung schnell an ihre Grenzen. Hier müssen Sie persönliche Schutzkleidung (PSA) einsetzen, die strengen Normen unterliegt. DIN EN 340:2003 Allgemeine Anforderungen an Schutzbekleidung Die Norm regelt die allgemeinen Erfordernisse für die Ergonomie, Alterung, Größen und Markierung der Schutzbekleidung. Die Bekleidung muss entwickelt und hergestellt werden, um dem Benutzer den maximalen Komfort zu bieten. Die verwendeten Bestandteile und Materialien dürfen keine unerwünschte Auswirkungen haben, wie z. B. Allergien, Entzündungen oder Verletzungen. Sämtliche Maßangaben der Tabelle müssen Körpermaße sein. PSA WIRD IN DREI KATEGORIEN UNTERTEILT • Kategorie 1: einfache PSA gegen geringes Risiko (z. B. Wetterschutz), hierbei ist keine Zertifizierung durch eine externe Stelle nötig und unterliegt keinem EG-Qualitätssicherungssystem. • Kategorie 2: Schutz gegen mittleres Risiko (z. B. leichter Hitzeschutz). Diese PSA ist durch eine externe Stelle zertifiziert, unterliegt aber keinem EG-Quali- tätssicherungssystem. • Kategorie 3: komplexe PSA gegen hohes Risiko oder tödliche Gefahren (z. B. Multi-funktionsbekleidung Störlichtbogen/KERMEL), die durch eine externe Stelle zertifiziert werden muss und einem EG-Qualitätssicherungssystem unterliegt. Bei evtl. Veredelung von PSA-Kleidung (Warnschutz, Kermel o. Ä.) durch Einstickung oder Aufbringung von Logos muss eine Anschlusszertifizierung erfolgen. Unter anderem kann die Baumusterprüfung erlöschen. PSA KANN FOLGENDE NORMEN ERFÜLLEN: UV STANDARD 801 BESONDERHEITEN Messung an gedehntem, nassem Textil, das mechanische Abnutzung durch Tragen und Textilpflege aufweist. DIN EN 471 – WARNSCHUTZ Für Arbeiten im Straßen- und Werksverkehr, um schneller und besser gesehen zu werden. Jacken, Westen, Hemden, Mäntel und Überwürfe müssen als Hintergrundfarbe eine Warnfarbe (warngelb, warnorange bzw. warnrot) haben. Weitere Informationen finden Sie im Bereich Warnbekleidung. DIN EN 510 – MASCHINENSCHUTZ Festlegungen für Schutzkleidungen für Bereiche, in denen ein Risiko des Verfangens in beweglichen Teilen besteht. Bei dieser Kleidung handelt es sich um Schutzkleidung, die das Risiko des Verfangens oder Einziehens durch bewegliche Teile minimiert, wenn der Träger an oder in der Nähe von Maschinen oder Geräten mit gefähr- lichen Bewegungen arbeitet. DIN EN ISO 11611 – SCHWEISSEN UND VERWANDTE VERFAHREN Diese Kleidung schützt den Träger gegen kleine Metallspritzer, gegen kurzzeitigen Kontakt mit Flammen und gegen ultraviolette Strahlung. Die Schutzkleidung kann geignet sein für Personen beim Schweißen und bei verwandten Verfahren, bei denen die gleiche Art und die gleichen Gefahren auftreten. Die Schutzwirkung wird erzielt durch ein flammenhemmendes Gewebe in Verbindung mit bestimmten Verarbeitungs- merkmalen, die durch die DIN EN ISO 11611 definiert werden. NEU! DIN EN ISO 11611 ist die Ersatznorm für DIN EN 470-1 und in 2 Klassen aufgeteilt: Klasse 1: min 15 Tropfen geschmolzenes Metall und RHTI (Wärmedurchgangsindex) 24 ≥ 7 s Klasse 2: min 25 Tropfen geschmolzenes Metall und RHTI 24 ≥ 16 s - verschiedene Anforderungen wurden neu aufgenommen, gestrichen bzw. geändert. DIN EN ISO 11612 HITZEEXPONIERTES ARBEITEN Schutzkleidung, die dieser Norm entspricht, ist für den Schutz der Arbeiter gegen kurzzeitigen Kontakt mit Flammen und wenigstens eine Art Hitze vorgesehen. NEU! DIN EN ISO 11612 ist die Ersatznorm für DIN EN 531 DIN EN ISO 61482 SCHUTZ GEGEN STÖRLICHTBOGEN Diese Norm prüft Gewebe und fertige Bekleidungsteile hinsichtlich ihrer Eignung als Schutzbekleidung gegen thermische Gefahren durch Störlicht- bogen. Durch das Tragen von nach dieser Norm geprüfter Schutzkleidung sollen die thermischen Auswirkungen des elektrischen Störlichtbogens weit- gehend verhindert werden, da die Schutzbekleidung nicht entflammt und nicht auf der Haut schmilzt. Die Schutzfunktion ist nur bei einem kompletten Anzug gegeben (Jacke mit Hose oder Latzhose bzw. Overall), ist jedoch nicht als Schutz gegen Körperdurchströmung geeignet. Es gibt zwei Schutzklassen: Klasse 1: 4 kA/500 ms, Klasse 2: 7 kA/500 ms Achtung! Die Kleidung ist jedoch keine elektrisch isolierende Schutzausrüstung nach DIN EN 50286. DIN EN 1149-3 ELEKTROSTATISCHE EIGENSCHAFTEN In explosionsgefährdeten Bereichen dürfen sich Schutz- kleidung und Personen nicht elektrostatisch aufladen. Hier wird eine elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung in Kombination mit ableitfähigen Sicherheitsschuhen auf ableitfähigem, geer- detem Fußboden eingesetzt. Die Schutzkleidung muss vollständig geschlossen getragen werden. Sie darf in explosionsgefährdeten Bereichen nicht an- oder abgelegt werden. Die DIN EN 1149 legt Prüfordnungen für elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung zur Vermeidung zündfähiger Entladung fest. Die Bewertung erfolgt nach EN 1149-3:2001. EN 13034 – CHEMIKALIENSCHUTZ MIT EINGESCHRÄNKTER SCHUTZLEISTUNG GEGEN FLÜSSIGE CHEMIKALIEN Die Norm legt die Mindestanforderungen an Chemikalien- schutzanzüge zum begrenzten Einsatz (Typ 6) fest. Sie bietet dort eingeschränkten Schutz gegen die Einwirkung von flüssigen Aerosolen, Spray und leichten Spritzern von Chemikalien. Spezielle Chemikalien müssen vorab getestet werden. DIN EN ISO 15797 Diese Norm beinhaltet Verfahren für die praxisbezogene Pflege leasinggeeig- neter Artikel unter gewerblichen Bedingungen beim Waschen. document.indd 38 11/14/2012 12:02:08 PM

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