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SAV Krenbauer | Telefon: 08102-80154-20

5.58 5 info Schweißen – grundsätzlich Bei den verschiedenen Schweißverfahren entsteht Schweißrauch mit unterschiedlichen Partikeln, die jedoch im Durchmesser zwischen 0,1 μm und 1,0 μm liegen, vorwiegend sogar im Bereich kleiner 0,4 μm. Diese Partikel sind alveolengängig. Die Partikel dringen also bis in die feinsten Lungenbläschen (Alveolen) vor und lagern sich dort ab. Von dort aus können sie in die Blutbahn gelangen und durch Gefäßwände diffundieren und sich dann im Körper ablagern. Erst die Weiterenwicklung geeigneter Messverfahren hat es ermöglicht, die Partikelgrößen der enstehenden Schadstoffe auch im ultrafeinen Bereich zu bestimmen. Schweißrauche sind eindeutig alveolengängig Die Tabelle zeigt, dass im Bereich bis 0,4 μm 98,9% der Partikel an- fallen. Partikel mit einer Größe über 1,0 μm kommen sehr selten vor. Quelle: Spiegel-Ciobanu (Auszug AWS-Untersuchung) Partikelgrößen im Einzelnen Lichtbogenhandschweißen Beim Lichtbogenhandschweißen mit umhüllter Stabelektrode ent- stehen überwiegend Partikel im Bereich von 0,01 μm bis 0,4 μm. Metall-Schutzgasschweißen Nur wenige der beim Metall-Schutzgasschweißen entstehenden Partikel sind größer 0,2 μm. Der vorwiegende Anteil liegt im Bereich von 0,01 μm bis 0,05 μm. Auch beim Schutzgas- schweißen von hochlegierten Stählen beträgt die Partikelgröße vorwiegend 0,01 μm.Agglomerierte Partikel erreichen eine Größe von bis zu 0,5 μm. MIG – Schweißen Beim MIG-Schweißen von Aluminiumlegierungen weisen die Schweißrauch-Partikel fast ausnahmslos eine Größe kleiner 0,4 μm auf. Auch hier liegt der Hauptteil der Partikel im Bereich von 0,01 μm und 0,05 μm. Thermisches Schneiden Beim thermischen Schneiden – Brennschneiden, Plasmaschmelz- schneiden, Laserschneiden – entstehen die Partikel aus den zu bearbeitenden Materialien. Die Partikel weisen einen Durchmesser beginnend bei 0,03 μm auf. In agglomerierter Form können sich Sekundärpartikel mit Durchmessern bis zu 10 μm bilden. Thermisches Spritzen Beim thermischen Spritzen – Flammspritzen, Lichtbogenspritzen, Plasmaspritzen – bilden sich aus den Zusatzwerkstoffen Partikel mit einer Größe von bis zu 100 μm. Auch die beim thermischen Spritzen entstehenden Partikel sind einatembar. Der Anteil der alveolengängigen Partikel hängt jedoch vom Verfahren und vom Werkstoff ab. Löten Die beim Weich- und auch Hartlöten entstehenden Stäube ent- halten im allgemeinen Partikel im Durchmesser zwischen 0,01 μm und 0,15 μm.Sie zählen ebenfalls zu den ultrafeinen Partikeln und sind alveolengängig. INFORMATIONEN ZUM THEMA SCHWEISSRAUCH-ABSAUGUNG VORSCHRIFTEN UND WISSENSWERTES Welche Schadstoffe entstehen? Beim Schweißen, Schneiden und verwandten Verfahren entstehen durch chemische und physikalische Prozesse aus Werkstoffen, Hilfsstoffen und aus Verunreinigungen gasförmige und partikelförmige Schadstoffe. Das Entstehen gas- und parti- kelförmiger Stoffe beim Schweißen und bei verwandten Ver- fahren ist verfahrens- und werkstoffabhängig. Gase entstehen vorwiegend als Reaktionsprodukt der eingesetzten und vorhan- denen Gase und Gasgemische. Die partikelförmigen Stoffe ent- stehen zum überwiegenden Teil aus den Schweißzusatzwerk- stoffen. Partikel Die chemische Zusammensetzung der Partikel ist beim Schweißen in erster Linie von den Zusatzwerkstoffen abhängig. Beim thermischen Schneiden entstehen die Partikel aus den zu schneidenden Mate- rialien. Die Menge der Partikel hängt wiederum von der Kombination der eingesetzten Verfahren, der Werkstoffe und z.B. der Energie- stärke ab. Je nach Verfahren – Lichtbogenhandschweißen, Brennschneiden, Plasmaschneiden, Laserschneiden – bilden sich unterschiedliche Partikelgrößen mit unterschiedlicher Morphologie aus. Die gesundheitsschädigende Wirkung der Partikel hängt in erster Linie von der Größe der Partikel (Partikeldurchmesser) ab. Einflussfaktoren auf Menge und Art der Schadstoffe • Strom, Spannung • Stromart • Elektrodendurchmesser • Art der Umhüllung • Elektrodenanstellwinkel • Art der Schweißung (Quelle: BGI 593 1.4.) document.indd 58 11/14/2012 1:34:17 PM

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